Detailreiche Kulissen für eine Reise nach Phönizien
„Als ich zum ersten Mal durch die Kulissen ging, hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Moment nie vergessen werde“, erzählt Mia Threapleton, die Hauptdarstellerin in Wes Andersons neuem Film THE PHOENICIAN SCHEME, der zurzeit im Kino läuft. Sie fragt sich: „Ich weiß nicht, wie Production Designer Adam Stockhausen und sein Team das geschafft haben.“
Das Team um Adam Stockhausen waren rund 200 Handwerker unseres Art Departments. Eine große Anzahl, denn typisch für Wes Andersons Filme spielen die Kulissen eine große Rolle. So fertigten unsere Tischler, (Kunst)Maler, Stuckateure, Metallbauer und 3D-Experten insgesamt 39 Sets, allein vier davon im größten Studio von Studio Babelsberg, wo THE PHOENICIAN SCHEME (DER PHÖNIZISCHE MEISTERSTREICH) zu über 80 Prozent entstand.
Die Kulissen beeindrucken durch ihre Vielfalt und die Liebe zum Detail und erzählen die Geschichte über den Geschäftsmann und Waffenhändler Zsa-Zsa Korda und sein geplantes Infrastrukturprojekt gleich mit.
Die größte Kulisse zu bauen – Zsa-Zsas Haus – war für unser Team ein großes Abenteuer. Produktionsdesigner Stockhausen erzählt: „Es gab mehrere wichtige Referenzen, die wichtigsten davon waren wahrscheinlich Calouste Gulbenkians Haus in Paris und ein Palazzo in Venedig.“
„Bei der Vorbereitung von Zsa-Zsas großartiger Eingangshalle haben wir Schlösser und Villen in der Umgebung von Berlin besucht“, erinnert sich Produzent Jeremy Dawson. „Viele hatten Trompe-l'oeil-Marmorwände und Säulen von bemerkenswerter Handwerkskunst. Also beschlossen wir, das nachzubilden, aber nicht als billige Imitation, sondern auf die gleiche echte, handgemalte Weise, wie es damals gemacht worden war.“
Bei einem der wenigen Drehs außerhalb des Studios war eine Wüstenkulisse mit einem im Bau befindlichen Staudamm am schwierigsten anzufertigten, denn die Wüste musste so konstruiert werden, dass sie größer aussah als sie tatsächlich war.
Bei dem Damm handelte es sich im Grunde um ein riesiges Set in einer Sandgrube außerhalb von Potsdam. Den Damm bauten wir komplett auf, mit Blick auf die Wüstensandhügel im Hintergrund.
Eine weitere besondere Herausforderung stellten die Kulissen im ehemaligen Brandenburger Landtagsgebäude in Potsdam dar, an dem aufgrund des Denkmalschutzes nur wenig verändert oder umgebaut werden konnte. Hier entstanden geheimnisvoll und herrschaftlich anmutende Räume.
Auch die übrigen Sets verlangten nach handwerklicher Präzision und zeigen die enorme stilistische Vielfalt von THE PHOENICIAN SCHEME. Dazu zählen unter anderem ein ägyptischer Ballsall, ein Nachtclub, ein Tempel im Himmel, ein düsterer Konferenzraum und ein opulentes Badezimmer.
Viele Kulissen spiegeln die abenteuerliche Reise durch Phönizien wider, darunter ein zerstörtes Flugzeug, eine enge Helikopterkabine, ein Eisenbahnwagen, der vollständig beweglich konstruiert wurde, ein dazugehöriger Zugtunnel, Schiffskajüten sowie ein Dschungel mit tropischen Pflanzen und Treibsand.
Das Modell des imposanten Infrastrukturprojekts von Hauptfigur Zsa-Zsa wurde von Modellbauer Simon Weisse und seinem Team entworfen. Zahlreiche Requisiten aus dem Requisitenfundus Studio Babelsberg rundeten das Szenenbild ab.
Fotos: © 2025 TPS Productions
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